Hamburg, 18.06.2018. Innerhalb nur eines Tages haben Teilnehmer der InsurTech Werft Hamburg einen voll funktionsfähigen Chatbot für die digitale Versicherungsberatung aufgesetzt. Die Innovation bildet gewissermaßen den zweiten Streich des Think & WorkTanks, zu dessen Start vor drei Monaten der digitale Versicherer „FuRy“ in einem Workshop mit dem StartUp KASKO geschaffen worden war. Für diesen digitalen Versicherer, der als Grundlagenmodell dient, wurde nun neben einem Chatbot auch eine Robotics-Lösung für vollautomatische Versicherungsabschlüsse erstellt.

Am zweiten Arbeitstreffen der InsurTech Werft am 15. Juni 2018 im DI-Lab der Hamburg School of Business Administration (HSBA) nahmen erneut zahlreiche Akteure und Vordenker aus Wissenschaft und Praxis teil. Federführend an der Chatbot-Lösung beteiligt war das Hamburger Software-Start-up knowhere GmbH, das auf solche Anwendungen spezialisiert ist. knowhere-CEO Patrick Zimmermann, der die FuRy-Chatbot-Entwicklung leitete, zeigt sich von den Möglichkeiten der InsurTech Werft begeistert: „Wenn so viele Experten aus verschiedenen Fachrichtungen zusammenkommen und an Lösungen tüfteln, entsteht eine besonders inspirierende Atmosphäre, die wiederum zu besonders kreativen Ideen führt.“

Diesen Innovationsgeist nutzte auch Capgemini Consulting, die globale Strategie- und Transformationsberatung der Capgemini-Gruppe. Sie präsentierte beim InsurTech-Werft-Arbeitstreffen einen Live Show Case. Für den Digitalversicherer FuRy erstellte das Unternehmen eine Robotics-Anwendung, mit der sich Cyber-Policen vollautomatisiert abschließen lassen. „Die InsurTech Werft bietet mit FuRy ein hervorragendes Modell für Use Cases, an dem sich exemplarisch und wegweisend aufzeigen lässt, wie die digitale Zukunft der Versicherung aussehen kann“, sagt Thomas Hillar, Principal und Head of Insurance Deutschland bei Capgemini Consulting.

Wissenschaftlich begleitet wird die Gedanken- und Programmierarbeit der InsurTech Werft von der HSBA. Prof. Dr. Florian Elert, Professor für Versicherungsmanagement an der HSBA, moderierte das zweite Arbeitstreffen und leitete insbesondere die regen Gruppendiskussionen. „Der Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Praxis ist für beide Seiten enorm wichtig und fruchtbringend. Das Kooperationsformat bringt tolle Einsichten und Ansätze hervor, die sich auf anderem Weg in dieser Kürze kaum gewinnen ließen“, resümiert Prof. Dr. Elert.

„Wirklich spannend war, wie schnell und einfach knowhere eine chatbasierte Customer Journey auf einer existierenden REST API von KASKO erstellt werden konnte. Auch Capgemni hat den Beweis angetreten, wie über Robotics Abschlüsse getätigt werden können, als ob es keine API gäbe“, so Nikolaus Sühr, CEO von KASKO.

Über die InsurTech Werft Hamburg
Die InsurTech Werft Hamburg geht auf eine Idee von Alsterspree – dem führenden Content-Marketing-Anbieter in der deutschen Versicherungsbranche – zurück und wurde gemeinsam mit HanseMerkur und der Hamburg School of Business Administration (HSBA) umgesetzt. Derzeit sind bereits sechzehn Unternehmen an der Innovationsschmiede beteiligt. Fachlich geleitet wird sie von der HSBA, an der Prof. Dr. Florian Elert mit seinen Kollegen schon länger zur Digitalisierung und Geschäftsmodellentwicklung forscht.

In dem Think & Work Tank werden abseits von Konzernstrukturen sogenannte Out-of-the-Box-Lösungen für die Assekuranz entwickelt, im Zusammenspiel von Wissenschaftlern, Gründern, Branchenkennern und externen Experten. Anders als vergleichbare InsurTech-Hubs in Berlin, München und Köln steht die InsurTech Werft Hamburg nicht nur regionalen, sondern deutschlandweit allen Teilnehmern offen. Die Stärkung des Standorts Hamburg ist aber ein erwünschter Nebeneffekt der Initiative. Mitglieder sind derzeit neben Alsterspree, HanseMerkur und HSBA die Unternehmen Aon, Admiral Direkt, Grundeigentümer Versicherung, Itzehoer, KASKO, ConceptIF, neue leben, Swiss Life Select, Uelzener, KRAVAG, Capgemini Consulting, INTER und ISS Sopra.